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FERIEN VOM ALLTAG IM „ÖSTLI“

Das war das Motto der „Freizeit für alleinerziehende Frauen und ihre Kinder“. Bereits zum siebzehnten Mal bot das evangelische Dekanat Büdingen diese Ferienmaßnahme in den hessischen Sommerferien an.
Zum ersten Mal seit dem Beginn dieser Maßnahme im Jahr 1988 nahm an dieser Freizeit nur eine kleine Gruppe von Müttern und Kindern teil. Die veränderten Finanzierungsmöglichkeiten durch ALG II machen es für viele Alleinerziehende unmöglich selbst einen geringen Teilnahmebeitrag zu bezahlen. Trotzdem konnten die teilnehmenden Frauen und Kinder neun erlebnisreiche Tage im hessischen Bergland verbringen. Im ökologischen Tagungshaus und Schullandheim Licherode, kurz „Östli“ genannt, genossen sie vom 13. bis 21.07. die vielseitigen Angebote des Hauses und des Freizeitteams. Dieses Team bestand aus Kornelia Brückmann und Rita Stoll vom gemeindepädagogischen Dienst des Dekanates Büdingen, sowie dem Kinderbetreuer Jonas Rupp aus Butzbach. 

An den Vormittagen wurden für die Frauen kreative oder entspannende Angebote von den Sozialarbeiterinnen gemacht, während die Kinder mit ihrem Betreuer ein eigenes Programm gestalteten. Nachmittags wurden eine Dorfralley zum Kennenlernen der Umgebung, ein Kinoprojekt oder auch gemeinsame Spielaktionen durchgeführt. An einem Nachmittag hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit zu einem Stadtbummel in Melsungen, während die Kinder die Zeit gemeinsam mit dem Freizeitteam verbrachten. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch eines Wildparks, in dem viele Tiere frei herumliefen und beobachtet werden konnten. Dank des guten Wetters war auch ein Besuch im Rotenburger Freibad möglich. Abends, wenn im „Östli“ langsam Ruhe einkehrte, saßen die Frauen gerne zusammen und klönten. Dass sie dabei keinen Babysitter brauchten, war ein „besonders angenehmer Nebeneffekt“. Das abwechslungsreiche Programm der Freizeit, wurde auch durch Regen nicht beeinträchtigt und nach einem gelungenen Abschlussfest mit witzigen Spielen und vielen Preisen, fiel der Abschied allen schwer. Aber: „Beim Nachtreffen sehen wir uns wieder.“ Dieser Satz und die Aussicht auf Kaffee und Kuchen und eine Fotoshow blieben als Trost für die Heimreisenden. 

Die Veranstalterinnen, das Team und die Beteiligten bedanken sich bei allen GeldgeberInnen und SpenderInnen für die vielfältige Unterstützung, ohne die es keine „Freizeit für alleinerziehende Frauen und ihre Kinder“ gegeben hätte.